Gestirne
 

I
Dort ging er wieder, der gebückte Alte,
weit hinter seinem Hund. Ihn, keinen andren,
wollt ich fragen: Wie soll ein Dichter schreiben?
Da aber hörte ich,

er murmelte das Vaterunser. Ich blieb
still, ging weiter hinter her. Zu Hause schrieb
ich nieder: Gib, sagt die Sonne, die kleinen,
die freien Worte.

II
Tagblau der Abend, schon ist der Mond in der
Mitte des Wolkenkreuzes eingetroffen,
mehr noch: rollt die weiße Bahn hinauf, bricht mit
allem, hält nichts fest.

Metaphernmüde ist der Mond, die Dinge
sprechen will er hören. Und auch ich denk mir
seit Langem: Die Worte möcht ich fassen wie
Erde, Samen, Frucht.