Sinne
 

Spür ich an dem warmen Wind, heut hat der Fluss
Besuch vom Meer und badet in dem Grün, das
alles tiefer macht, dann lauf ich in den Hof
hinaus und gehe

dort im Kreis, wo einst sein Brunnen war. Nur ich
hör die Steinchen plumpsen, Wasser schöpf ich noch
und noch, dem Liebespaar, dem Hund, der Katze
und der Ziege. Und

heute kommt zum ersten Mal das das Mütterchen,
sie sagt: Das Menschenvolk sei unbelehrbar,
das Volk der Tiere missverstanden, und das
Feenvolk sei ganz

verschwunden. Und wie ein Segen spricht sie aus:
Du aber lern, versteh und find. Lange sitz
ich noch im Hof, auf den warmen Steinen, geh
dann rein und schreibe:

Dass der Sommer komme und du um Sinne
tausend reicher. Lass den Körper liegen und
den Stein. Alles wird wie von allein gemacht.
Lass nur den Sommer.